Gedanken zum Schweigen und kurzen Pausen
Ich frage mich oft,
was in Menschen vorgeht, während sie nichts sagen.
Nicht in Gesprächen.
Nicht in den Momenten, die man sieht.
Sondern genau dazwischen.
Wenn jemand innehält.
Wenn ein Blick kurz abweicht.
Wenn eine Antwort einen Moment zu spät kommt.
Diese kleinen Verschiebungen.
Nach außen wirkt es stimmig.
Aber irgendetwas daran ist oft nicht ganz eindeutig.
Als würde ein Teil fehlen,
ohne dass man sagen kann, welcher.
Ich glaube nicht,
dass das, was Menschen sagen, falsch ist.
Aber es ist selten vollständig.
Da ist immer noch etwas davor.
Gedanken, die nicht zu Ende geführt werden.
Reaktionen, die nicht gezeigt werden.
Entscheidungen, die man im letzten Moment verändert.
Und genau dieser Teil bleibt unsichtbar.
Vielleicht ist das der Punkt,
an dem Menschen schwer greifbar werden.
Nicht, weil sie etwas verbergen.
Sondern weil vieles gar nicht erst nach außen dringt.
Ich merke das auch bei mir.
Dass ein Gedanke selten alleine steht.
Da ist immer noch ein zweiter.
Oder ein dritter.
Oft wägt man ab.
Verwirft.
Formuliert neu.
Und irgendwann bleibt eine Version übrig,
die nach am Besten passt.
Aber sie ist nur eine von Vielen.
Und vielleicht ist genau das der Grund,
warum man sich manchmal täuscht.
Nicht, weil man falsch interpretiert.
Sondern weil man nur einen Ausschnitt sieht.
Den Rest kann man sich nur denken…
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